Julis Neuss
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Neuss ist geil!

Kommunalwahlprogramm der Jungen Liberalen Neuss
zur Kommunalwahl 2009


 

1. Präambel
2. Wir machen Neuss geiler!
3. Wir bringen Neuss in Bewegung - umweltfreundlich und sicher!
4. Wir pimpen Eure Schule!
5. Wir schaffen Freiheit für Eure Freizeit!
6. Wir packen die Integration an - Weil Integration nicht nur Sache der Migranten ist!

7. Kurzfassung


 

Präambel

Präambel

Die Stadt Neuss kann stolz auf eine lange Geschichte zurückblicken. Gegründet von den Römern hat sie sich bis zum heutigen Tag zu einer der vielseitigsten und interessantesten Städte der Region entwickelt. Wohnen und Arbeiten, Freizeit und Natur, Historie und Kunst sind nur einige der vielfältigen Aspekte des Neusser Lebens. Wer jedoch eine große Vergangenheit vorzuweisen hat, muss sich auch im besonderen Maße für ein zukunftsorientiertes Neuss einsetzen.

Dieser Verantwortung wird die Neusser Kommunalpolitik zum derzeitigen Zeitpunkt in keinster Weise gerecht.

Das hier vorgelegte Konzept „Neuss ist geil!" soll helfen, diesen bedauernswerten Zustand zu überwinden. Die Jungen Liberalen Neuss bekennen sich zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung, die die Neusser Eigenständigkeit erhält und fördert. Dies ist nur möglich, mit Hilfe eines umfassenden Masterplans für die Innenstadtentwicklung, nicht jedoch mit blindem Aktionismus an unzähligen verschieden Ecken der Quirinus-Stadt.

Das Programm „Neuss ist geil!" ist als Zusammenfassung der verschiedenen städteplanerischen Brennpunkte und deren Integration in einen tragfähigen Masterplan zu verstehen. Um die Entscheidungsprozesse transparenter zu gestalten, fordern wir eine verstärkte Partizipation der Neusser Bürger. Ein zentrales Instrument hierfür ist nach unserer Meinung die Einführung eines Jugendstadtrates.

Ziel des Programms „Neuss ist geil!" ist es, Denkanstöße zu schaffen, damit die Stadt Neuss ihren Bürgern auch in Zukunft nicht nur Wohn- und Arbeitsort, sondern im besten Sinne des Wortes Heimat ist.

Denn Neuss ist geil!


 

Wir machen Neuss geiler!

Rennbahngelände:
Die Jungen Liberalen Neuss befürworten die Anlegung eines Parks im Bereich der Rennbahn. Hierbei sollen aber die Interessen und Bedürfnisse von uns Jugendlichen noch stärker als bei bisherigen Projekten dieser Art bedacht werden. Deshalb fordern wir einen Freizeitbereich ("chill-out area") mit je einem Bolz-, Grill-, und Beachvolleyballplatz. Gleichzeitig treten wir für eine Erhaltung des Geländes als Veranstaltungsort für Open Air Events ein. So soll die Rennbahn als Bereich für die Schützenwiese und das „Rudelgucken" erhalten bleiben. Gerade diese beiden Typen von Events ergänzen Altes und Neues in großartiger Weise und haben sich bereits in der Vergangenheit bewährt. Allerdings muss der Anschluss des Rennbahngeländes an die Innenstadt erheblich schneller und komfortablerer gestaltet werden.

Wendersplatz:
Die Parksituation in der Innenstadt wird von vielen Neusserinnen und Neussern zu Recht als miserabel bezeichnet. Aus diesem Grunde schlagen wir eine Vergrößerung des Wendersplatzes als Parkplatz vor. Durch Einbindung der bereits bestehenden privaten Parkplätze in ein professionelles Parkplatz-Management-Programm soll nahe der Innenstadt ein großer und kostenloser Parkplatz entstehen. Durch eine Neubepflanzung soll zudem die Attraktivität des Bereiches erhöht werden. Auch der Bau einer Tiefgarage mit Anschluss an die Batteriestraße kann eine Lösungsmöglichkeit für die Parkplatzproblematik sein.

Alter Busbahnhof:
Die Jungen Liberalen Neuss begrüßen den Beschluss des Stadtrates zur Einrichtung des „Haus der Bildung". Die Verlegung von Musikschule und VHS in die Innenstadt wird diese enorm bereichern. Jedoch wird sich damit das Parkplatzproblem in der Innenstadt noch weiter verschärfen. Deshalb ist es nötig, gleichzeitig die von uns geforderte Umgestaltung des Wendersplatzes zu erreichen, so dass dem „Haus der Bildung" auch ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen.

Case-Gelände:
Die Jungen Liberalen Neuss sehen in dem Case-Gelände die Möglichkeit, die „Food City" Neuss weiter zu stärken. Dabei sind der letztendlichen Ausgestaltung keine Grenzen gesetzt. Für den Erfolg dieses Projektes wird es sich aber als wichtig erweisen, auch dieses Gelände an die Innenstadt anzuschließen.

Marianum:
Gelände und Gebäude eignen sich in den Augen der Jungen Liberalen Neuss hervorragend dazu, diese in ein Mehrgenerationenhaus umzugestalten. Ein solches Pilotprojekt im Marianum wird diese zukunftsorientierte Form des Zusammenlebens von Jung und Alt bekannter machen und das Interesse an ihr fördern.

Jahnstadion:
Die Jungen Liberalen Neuss sprechen sich erneut gegen die kommerziellen Pläne der Stadtverwaltung aus und fordern den Erhalt des Jahnstadions als Naherholungs- und Sportanlage.

Hauptbahnhof:
Das Hauptbahnhofsgelände ist kein schöner Bereich in Neuss. Das muss sich ändern! Die Verwaltung soll deshalb ein entsprechendes Konzept vorlegen, um das Gelände attraktiv zu gestalten und eine attraktivere und komfortablere Anbindung an die Innenstadt zu ermöglichen.

Innenstadt:
Die Innenstadt muss wieder das Herz unserer Stadt werden. Statt Handy- und Dönerläden, Ein-Euro-Shops und Bäckereien setzen sich die Jungen Liberalen für eine bedarfsgerechte Vertretung des Neusser Einzelhandels im Hauptstraßenzug ein; hier ist ein umfassendes und attraktives Einzelhandelskonzept, wie es in anderen Städten schon seit Jahren erfolgreich praktiziert wird, dringend nötig. Insbesondere der Bereich des Meereshofs muss aufgewertet werden. Obwohl dieser im Zentrum unserer Stadt liegt, findet dort aufgrund der fehlenden Attraktivität nur wenig Leben statt.

Straßenbahn:
Schon während der Debatte um die Straßenbahn sprachen sich die Jungen Liberalen klar und deutlich gegen die Straßenbahn aus. In unseren Augen steht sie einer positiven Entwicklung der Innenstadt entgegen. Die 14000 Unterschriften der Bürgerinitiatvie „Bahn frei - für mehr Neuss" haben deutlich gezeigt, dass die Straßenbahn nach Meinung des Großteils der Neusser nicht zu ihrer Stadt dazugehört, wie manch einer es darstellte. Die Jungen Liberalen Neuss sehen sich deshalb in ihrer Forderung bestärkt, die Straßenbahn auf die Batteriestraße zu verlegen.

Die Jungen Liberalen sehen allerdings die Problematik, die entsteht, wenn man jeden Ort einzeln für sich und ohne Einbezug der anderen Orte betrachtet, somit sind die hier genannten Änderungenswünsche nur Vorschläge zur Übernahme in einen umfassenden Masterplan, der die Flächennutzung der Neusser Innenstadt im Gesamten überarbeiten soll.
Die Jungen Liberalen wollen keinen puren Aktionismus an verschiedenen Ecken der Stadt, sondern ein aufeinander abgestimmtes Programm zur Verschönerung der Stadt. Neuss hat einen Masterplan verdient, denn

Neuss ist geil!


 

Wir bringen Neuss in Bewegung - umweltfreundlich und sicher!

Busanbindungen:
Die Anbindung der verschiedenen Neusser Vororte ist immer noch nur zentral über die Innenstadt gewährleistet. Wer also von einem Vorort zum anderen will, ist gezwungen, zunächst in die Innenstadt zu fahren und dort umzusteigen. Damit sind natürlich erhebliche Umwege verbunden. Die Jungen Liberalen Neuss wollen das ändern: Eine bessere Anbindung der Vororte untereinander ist notwendig. Gleichzeitig sollten junge Neusser am Wochenende die Möglichkeit haben, „Nightliner" in Anspruch zu nehmen, die auch noch zu fortgeschrittener Stunde zwischen der Innenstadt und den Vororten verkehren sollen. Aber auch während der Stoßzeiten sind mehr Busse erforderlich. Wer schon einmal mittags mit dem Bus gefahren ist, weiß, wie voll die Busse sein können. Im Sommer kann es dann sehr stickig werden. Die Jungen Liberalen fordern deshalb mehr Busse für Neuss. Hierbei ist darauf zu achten, dass neue Busse so umweltfreundlich wie möglich sind.

Parken in der Innenstadt:
Das Parken in der Innenstadt ist teuer! Viele potentielle Kunden scheuen den Einkaufsbummel in der Neusser Innenstadt aufgrund der teuren Parkkosten. Wer dennoch in Neuss einkaufen geht, verzichtet darauf, vielleicht noch ein Eis zu essen oder einen Kaffee zu trinken, weil dieser durch Parkkosten im Preis verdoppelt wird. Die Jungen Liberalen fordern deshalb kostenloses Parken in der Innenstadt, um ein gemütliches Verweilen in der Innenstadt zu gewährleisten. Auch im Hinblick auf die neue Konkurrenz durch das ECE-Center am Rheinpark mit vielen tausend kostenlosen Parkplätzen ist es unumgänglich, kostenloses Parken in der Innenstadt einzuführen.

Fahrradparkplätze:
Die Jungen Liberalen Neuss fordern mehr Fahrradparkplätze im Innenstadtbereich. Diejenigen Neusserinnen und Neusser, die mit dem Fahrrad in die Stadt fahren, sollen die Möglichkeit haben ihre Fahrräder sicher und nah abstellen zu können. Auch müssen Radwege in entsprechendem Maße gefördert werden, dass das Rad in der Stadt Neuss eine echte Alternative zum Auto bieten kann. So kann auch die Parksituation entlastet werden.

Umweltschutz:
In Neuss kann man mit den zuvor gestellten Forderungen in unseren Augen bereits viel erreichen: Ein funktionierender Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) würde den Verkehr schon erheblich reduzieren, mit den bekannten Folgen. Gleichzeitig sollten an den Haltestellen und in der Innenstadt mehr Mülleimer aufgestellt werden, um der teils doch sehr starken Verschmutzung entgegenzuwirken. Insgesamt sollte das Umweltbewusstsein der Neusser Bürgerinnen und Bürger gestärkt werden.

Sicherheit:
Die Jungen Liberalen Neuss sehen die vereinzelten Überfälle und Zwischenfälle in der Innenstadt mit Sorge. Die Stadt muss hier, beispielsweise mit einer Aufstockung des Kommunalen Sicherheitsdienstes, angemessen reagieren. Eine Videoüberwachung der Stadt würde dagegen nur zu einer Verlagerung der Über- und Zwischenfälle führen. Zudem nützen Kameras im Dunkeln, wo der Großteil der Fälle stattfindet, nichts. Vor allem: Videoüberwachung verhindert keine Straftat, sie kann höchstens bei deren Verfolgung nützlich sein. Die Jungen Liberalen Neuss wollen keine Überwachung von uns Bürger und damit weitere Eingriffe in unsere Bürgerrechte. Wir sind der Meinung: Mit Zusammenarbeit lässt sich auch dieses Problem lösen.

Für Jung und Alt sind öffentliche Verkehrsmittel von elementarer Bedeutung und auch aus Umweltgesichtspunkten müssen alle Bürger sich die Frage stellen, ob sie nicht ein paar Meter auf sich nehmen, um ihren Unrat in Mülleimer zu werfen und das Auto ein paar Mal stehen lassen und sich stattdessen auf das Fahrrad schwingen oder in den Bus setzen.
Um den Bürgern dies zu ermöglichen, setzen sich die Jungen Liberalen für eine Ausweitung der öffentlichen Nahverkehrsnetze, der Fahrradwege und der Mülleimer ein. Wir wollen die Stadt erkunden denn,

Neuss ist geil!


 

Wir pimpen Eure Schule

 

Das Schulsystem in Deutschland ist in der letzten Zeit massiven Änderungen unterworfen gewesen und trotzdem konnte man den Eindruck haben, dass sich nichts zum Besseren gewendet hat. Die Jungen Liberalen sind der Ansicht, dass gute Bildung nur unter guten Umständen möglich sein kann, und genau daran krankt unser Schulsystem. Es gilt also, diese Umstände zu verbessern, damit auch an deutschen Schulen endlich ein gutes und gesundes Lernen möglich wird.

Ein gravierender Misstand in deutschen Schulen ist der Lehrermangel. Für die Masse an Schülern genügen die an den Schulen beschäftigten Lehrer nicht und ständig kommt es zu Unterrichtsausfällen und schlechtem Unterricht durch unqualifizierte Lehrkräfte. Die Jungen Liberalen fordern daher, dass mehr Lehrerstellen geschaffen werden, die sodann durch voll ausgebildete, didaktisch geschulte Lehrkräfte besetzt werden, anstatt sie mit Referendaren vorläufig zu stopfen, was zu uneffektivem und schlechtem Unterricht führt.
Um den Unterricht weiter zu verbessern, ist es unausweichlich, den Schulen mehr Möglichkeiten zur Selbstverwaltung zu bieten. Es muss möglich sein, dass alle Lehrerstellen von der Schule aus besetzt werden können und dass die Schulen über ihre Finanzen selbst bestimmen können. So kann jede Schule ihre Schüler durch verschiedene Aufteilung von Geldern individuell fördern.

Die Jungen Liberalen setzen sich für ein Ende der Bildungsplanwirtschaft ein. Erst dann kann es gelingen, den Schülern guten Unterricht an gut verwalteten Schulen zu bieten.

Die Jungen Liberalen setzen sich außerdem für freiwillige Ganztagsschulen ein. Gerade für die jüngeren Schüler ist eine Betreuung über den Mittag hinaus sinnvoll. So kann intensiver gefördert werden, wo die Schüler unter anderen Umständen eventuell alleine und ohne Unterstützung zu Hause säßen. Die Ganztagsschule darf aber kein Zwang sein. Die Eltern der Schüler müssen selbst entscheiden können, ob sie die Möglichkeit, ihr Kind über den Mittag hinaus in der Schule unterzubringen, nutzen wollen, oder ob sie ihm die nötige Förderung und Zeit selbst zu Teil werden lassen können.

Wenn die freiwillige Ganztagsschule eingeführt werden soll, dann ist es ebenfalls nötig, in den Schulen Mensen zu errichten. Die Lernleistung vieler Schüler leidet unter zu kurzen Erholungszeiten und schlechter Versorgung. Besonders in den höheren Klassen kommt es auch jetzt schon häufig vor, dass Schüler bis in den frühen Abend hinein Unterricht haben, selbst wenn sie keine Ganztagsschule besuchen. Dann muss es möglich sein, dass diese Schüler in den Schulen ausreichend versorgt werden. Dazu reicht aber ein Automat mit Süßigkeiten nicht aus. Daher setzen wir als Junge Liberale uns für die möglichst schnelle Errichtung von Mensen in Schulen ein.
In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass für die Schüler, die nach dem G-8-Modell innerhalb von zwölf Jahren ihr Abitur machen, eine Mittagspause eingeführt wird. G-8 führt dazu, dass der Unterricht sich weiter in den Nachmittag hinein verschiebt. Dann ist es unerlässlich, den Schülern zumutbare Pausenzeiten und eine ausreichende Versorgung zu bieten. Für diejenigen, die noch innerhalb von dreizehn Jahren ihr Abitur machen, ist eine Mittagspause allerdings nicht sinnvoll, da die tägliche Unterrichtszeit sich in einem zumutbaren Rahmen bewegt und der Unterricht meist gegen Mittag endet. Für diese Schüler würde die Einführung einer Mittagspause nur eine unnötige Verschiebung des Unterrichts in den Nachmittag hinein bedeuten, die ihnen ihre Freizeit verkürzen würde.

Die Grundschulen betreffend ist zu gewährleisten, dass Kinder wohnortnah eingeschult werden. In diesem Zusammenhang muss man darüber nachdenken, ob konfessionsabhängige Grundschulen sinnvoll sind. Unzumutbar ist es jedenfalls, wenn Grundschüler weitab von ihrem Wohnort die Schule besuchen müssen. Hier entstehen Probleme mit dem Schulweg, die Eltern werden zusätzlich belastet und die Kinder werden aus ihrem gewohnten Umfeld entfernt.

Um wohnortnahe Schulen zu stärken, setzen sich die Jungen Liberalen auch für eine Grundschule in Allerheiligen ein.

Für alle Schulen gilt, dass unbedingt die Ausstattung und die sanitäre Situation verbessert werden müssen. Übers Maß leidet oftmals der Unterricht an veralteten oder defekten Materialien, ganz gleich, ob es sich um Bücher oder den Einsatz anderer Medien und Materialien handelt. Der Zustand der Inneneinrichtung der Schulen ist häufig katastrophal: Die Klassenräume sind verdreckt, an Wänden und Decken sind Schimmelflecken, das Mobiliar ist kaputt. Insbesondere in Hinblick auf die sanitäre Situation muss etwas verändert werden. Es muss gewährleistet sein, dass diese Anlagen sauber sind, die Toiletten müssen also renoviert und zum Teil sogar kernsaniert werden. Es ist dafür zu sorgen, dass die Schulen zumindest über die grundlegenden Hygienemittel wie Klopapier und Seife verfügen. Deshalb fordern die Neusser Jungen Liberalen, dass die finanziellen Mittel, die Neuss aus dem Konjunkturpaket erhält, zum Teil für die Sanierung von Schulen eingesetzt werden, wo die größten und unzumutbarsten Missstände bestehen.

Die Veränderungen in den Schulen, die wir Neusser Jungen Liberalen fordern, würden dazu beitragen, das Lernklima an den Schulen endlich zu verbessern. Ein ausgewogenes Lernen mit qualifizierten Lehrern, zumutbaren Pausenzeiten und verwendbaren Materialien würde möglich werden und den Schülern wieder Freude am Lernen vermitteln. Und nur durch Motivation und Freude am Lernen auf Seiten der Schüler ist die Bildungssituation in Deutschland nachhaltig zu verändern und zu verbessern. Um besonders erfolgreich die Schulen so zu gestalten, dass sie schülerfreundlich sind, bemühen wir uns um einen intensiven Dialog mit den Schülersprechern und -sprecherinnen. Machen wir in Neuss den Anfang und seien wir Vorbild, denn

Neuss ist geil!

 


 

Wir schaffen Freiheit für Eure Freizeit

Neuss hat seinen Bürgern kulturell viel zu bieten. Das Theater am Schlachthof, das Rheinische Landestheater, das Globetheater, der Kulturkeller, das Hitchkino, die Museumsinsel Hombroich, das Kulturforum Alte Post und das Clemens-Sels Museum sind nur einige der über die Stadtgrenzen hinaus bekannten kulturellen Einrichtungen in Neuss.
Dieses starke Kulturprogramm zieht viele Besucher aus der Region nach Neuss und hilft somit der lokalen Wirtschaft. Außerdem ist Kultur ein wichtiger Bestandteil unserer zivilisierten Gesellschaft und trägt im erheblichen Maße zu umfassender Bildung bei. Es muss also unser Ziel sein, dieses Programm zu erhalten.

Kultur gibt es jedoch nicht zum Nulltarif und viele Institutionen können nicht mehr ohne Hilfe überleben. Da nicht alle finanziellen Unterstützungen von der Stadtkasse getragen werden können, fordern die Jungen Liberalen, dass die Stadt offensiver nach privaten Sponsoren und Investoren sucht, die, auch gewinnbringend, kulturelles Programm fördern.

Aber auch das so genannte Mäzenatentum, also Bürger, die kulturelle Einrichtungen unterstützen, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben, muss offensiver beworben werden. Ziel muss es sein, dass die Stadt lediglich für ein Mindestmaß an Kulturbetrieb bezahlt, jedoch viele weitere Aktionen durch private Investoren und Mäzen gefördert werden.

Ein weiteres wichtiges Anliegen der Jungen Liberalen ist die Freizeitgestaltung. Zu einem erfüllten Leben gehört Freizeit. Gerade für Jugendliche ist eine Ausweitung und Optimierung der Freizeitmöglichkeiten notwendig. Langeweile und mangelnde Aktivitäten führen teilweise sogar zu Aggressionen und Straftaten. So sehen es die Jungen Liberalen als notwendig an, bestehende Jugendeinrichtungen entsprechend zu fördern, aber auch Orte wie das Jröne Meerke und den Stadtgarten in ihrem Freizeitwert aufzuwerten.
Ein Beachvolleyballfeld am Jröne Meerke könnte zu einer Steigerung des Freizeitwertes führen. Die Stadt Neuss ist eine der wenigen Städte in der Region, die kein frei zugängliches Beachvolleyballfeld unterhält.
Ein neues Naherholungsgebiet, welches auch Treffpunkt für Jugendliche werden kann, soll der Rennbahnpark werden. Durch Sportangebote und eine Grillstelle kann hier auch ein Ort für abendliche Treffen von Jugendlichen gesorgt werden. Es gilt jedoch darauf zu achten, genügend Mülleimer aufzustellen und zugängliche Toilettenanlagen einzurichten, um Verschmutzung zu verhindern.

Auch am Jröne Meerke ist dafür zu sorgen, dass die Toilettenanlagen auch benutzt werden können, wenn man die Grillstelle nicht gemietet hat. Sowohl Familien, die den Spielplatz besuchen, als auch Jugendliche, die sich zum Entspannen und Musizieren auf den Wiesen treffen, haben keine Möglichkeit, eine Toilette zu benutzen.

Auch werden Fußballplätze meist nur noch mit kleinen Toren ausgestattet und Jugendlichen über 14 Jahren wird das Spielen dort verboten. Hier muss Abhilfe geschaffen werden, um den Breitensport zu fördern. Denn Teamsport hält nicht nur fit und gesund, sondern vermittelt auch soziale Kompetenzen, das endet nicht im Alter von 14 Jahren.

Des Weiteren muss dafür gesorgt werden, dass Neuss endlich eine Tartanbahn erhält. Auch hier ist Neuss schon lange hinter anderen Städten der Region zurück, die schon seit langer Zeit mindestens eine Tartanbahn unterhalten. Hierfür scheint es sinnvoll, eine Sportkonzentration anzugehen, die den Fußball am Konrad-Adenauer-Ring, und die Leichtathletik an der Wolker-Anlage konzentriert.

Also packen wir es an, für mehr Freizeitmöglichkeiten in Sportstätten, Jugendzentren, Kultureinrichtungen und unter freiem Himmel, denn

Neuss ist geil!


 

Wir packen die Integration an - Weil Integration nicht nur Sache der Migranten ist

Die Stadt hat in den letzten Jahren ihren Fokus nicht ausreichend auf die Integrationspolitik gerichtet, um die ca. 20.000 Ausländer mit offenen Armen zu empfangen. Ein Achtel der Neusser Bevölkerung hat einen ausländischen Pass, wobei die Menschen mit Migrationshintergrund nicht zu vergessen sind. Daher ist es umso wichtiger diese Menschen in die Gesellschaft einzugliedern.

Weiterhin unterstützen die Jungen Liberalen die Einrichtung von ständigen Integrationsräten, um den Migranten auch ein politisches Sprachrohr zu geben. Allerdings befürworten die JuLis die politische Partizipation der Migranten, welche in die Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft fließt.

Integration muss vor Ort geschehen. Daher verweisen die Jungen Liberalen auf die Maßnahmen der Landesregierung zur Sprachförderung, denn Sprache ist der entscheidende Schlüssel zur sozialen Teilhabe.
Im Sinne einer gleichberechtigten Integration der Weltreligionen, im gegenseitigen Respekt, befürworten es die Jungen Liberalen zudem den Bau von Gebetsräumen für alle Glaubensrichtungen. Diese müssen aber von den Gläubigen selbst bezahlt werden und in angemessenem Maße geplant werden.

Als eines der wichtigsten Maßnahmen zur Integration erachten die Jungen Liberalen, die Schaffung von Integrationszentren an Schulen. Integration fängt von klein auf an und muss daher im lernfähigen Alter angefangen werden. Diese Zentren sind Projekte an Schulen mit einem hohen Migrantenanteil, welche die direkte Arbeit mit Migranten, aber auch mit Deutschen vorantreibt. Dazu ist es wichtig, auch das Interesse der Eltern zu wecken. Sozialarbeiter und Streetworker können dieses Projekt unterstützen.

Integration hat aber nicht nur was mit Migranten zu tun. Die Jungen Liberalen setzen sich auch dafür ein, Menschen mit Behinderungen besser in die Gesellschaft zu integrieren. Die Jungen Liberalen fordern hierzu einen Ausbau des integrativen Unterrichts an allen Schulformen. Behinderte profitieren ohne Zweifel von der Gesellschaft nichtbehinderter Schüler. Aber auch diese lernen mit dem Umgang behinderter Klassenkameraden, Verantwortung zu übernehmen und Rücksicht zu nehmen.

Also lasst uns alle zusammen eintreten für unsere Stadt, denn

Neuss ist geil!


 

Kurzfassung

Wir machen Neuss geiler:
- Jugendstadtrat
- Masterplan. Hierbei muss beachtet werden, dass:
- Chill-out-area im Rennbahnpark
- Tiefgarage auf Wendersplatzgelände
- Errichtung eines Mehrgenerationenhauses auf dem Gelände des Marianums
- Jahnstadion als Naherholungs- und Sportanlage erhalten
- Zeitnahe Aufwertung des Hauptbahnhofes und Verbesserung des Anschlusses an die Innenstadt
- Attraktivierung des Meererhofes
- Einzelhandelskonzept: Für Boutiquen - gegen Ein-Euro und Handyläden.
- Auf 14.000 Bürger hören - „Echte" Fußgängerzone schaffen: Straßenbahn herausnehmen

Wir bringen Neuss in Bewegung - umweltfreundlich und sicher!
- Busse sollen auch nachts noch fahren: Nachtbusse
- Busverbindung zwischen den Vororten, nicht nur über den Umweg Innenstadt
- Umweltfreundliche Busse für Neuss
- Zum Einkaufen und Verweilen in Neuss einladen - Kostenloses Parken in der Innenstadt
- Radwegenetz ausbessern und Fahrradparkplätze in der Innenstadt schaffen
- Umwelt schonen durch ÖPNV und Radverkehr.
- Mehr Mülleimer an Haltestellen und in der Innenstadt
- Umweltbewusstsein der Neusser Bürgerinnen und Bürger stärken
- Aufstockung des Kommunalen Sicherheitsdienstes
- Keine Videoüberwachung: Wahrung der Bürgerrechte

Wir pimpen Eure Schule
- Lehrermangel beheben und Lehrer auch in den Ferien weiterbezahlen
- Ende der Bildungsplanwirtschaft: Förderung der Selbstverwaltung der Schulen - Schulen sollen sich Lehrer aussuchen können, die ins Kollegium passen.
- Offene Ganztagsschulen schaffen - Versorgung durch Mensen sichern
- Mittagspause nur für G8-Jahrgänge, nicht für G9.
- Wohnortnahe Grundschulen - Auch in Allerheiligen
- Fachausstattung verbessern, Sanitäranlagen kernsanieren
- Geld aus dem Konjunkturprogramm in die energetische Sanierung der Schulgebäude investieren

Wir schaffen Freiheit für Eure Freizeit
- Private Förderer für die Kultureinrichtungen werben
- Jugendeinrichtungen fördern
- Jröne Meerke und Stadtgarten aufwerten (öffentliche Sanitäranlagen)
- Schaffung eines Beachvolleyballfeldes und einer Tartanbahn
- Rennbahnpark als Naherholungsgebiet und Treffpunkt für Jung und Alt
- Breitensport fördern: Große Tore auf Bolzplätzen

Integration
- Integrationskonzept umsetzen: Integrationsrat als Sprachrohr der Migranten
- Sprache ist Schlüssel zur Integration - Sprachförderung für Migranten
- Schaffung von Integrationszentren an Schulen
- Behinderte integrieren: Integrative Klassen stärken

 



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